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Meine Diplomarbeit schrieb ich über die Inseln (Nouvelle) Amsterdam und Saint Paul im Südindischen Ozean, leider habe ich Sie bis heute nicht besuchen können.

Aus Gründen der Verhinderung unkontrollierter Verbreitung werde ich hier nur Fragmente der Arbeit wiedergeben. Neben dem Auslassen ganzer Kapitel und der Fußnoten sind auch einzelne Abschnitte weggelassen, manchmal gekennzeichnet durch ............. DIE ARBEIT IST HIER NICHT VOLLSTÄNDIG!

Für genauere Auskünfte stehe ich zur Verfügung.

 

My diploma was written about the islands of (Nouvelle) Amsterdam and Saint Paul in the South Indian Ocean, unfortunately I haven't reached them myself. Parts only of the diploma work will be placed here.

 

Mon travail de diplôme est une étude détaillé des îles (Nouvelle) Amsterdam et Saint Paul (T.A.A.F.) dans le sud de l'Océan Indien, malheureusement j'ai ne jamais eu la chance de les visiter. Quelques parties seulement de ce travail sont données ici.

Siehe auch/ see also/ voyez aussi www.taaf.fr

 

 

 

Allgemeine und navigatorische Fakten zu den Inseln (Nouvelle) Amsterdam und Saint Paul im Südindischen Ozean

 

 von Bernhard Krauth

 

Fortlaufend Aktualisiert, zuletzt:

Juni 2016

(Aktualisierungen von 2016 in Türkis)

 

Weitergeführte und aktualisierte Fassung der Diplomarbeit des Verfassers vom 20.02.1995

 

 Inhaltsverzeichnis

                                                                                               

A. Einleitung                                                                                      

 

B.

1.   Nouvelle Amsterdam

1.1  Geographie                                                                                  

1.2  Flora und Fauna                                                                          

1.3  Geschichte                                                                                   

2.   Saint Paul

2.1  Geographie                                                                                  

2.2  Flora und Fauna                                                                          

2.3  Geschichte von der Entdeckung bis 1839                               

2.4  Geschichte der ersten Fischereisiedlung

und Folgezeit (Zeitraum von 1840 bis 1925)                                  

2.5 Geschichte der 2. Fischereisiedlung

(Zeitraum von 1926 bis 1931)                                                          

2.6  Geschichte von 1932 bis heute                                                 

3.  Informationen zur Navigation bei den

Inseln

3.1  Allgemeines                                                                              

3.2  Annäherung an die Insel Amsterdam                                     

3.3  Annäherung an die Insel Saint Paul                                       

3.4  Ankern bei der Insel Amsterdam und zu                              

be­achtende Faktoren 

3.5  Ankern bei der Insel Saint Paul und zu                                

be­achtende Faktoren 

3.6  Meteorologie in dem Gebiet der Inseln                                 

C.   Schlußbetrachtung                                                                  

D.   Literaturverzeichnis                                                                

E.   Danksagungen                                                                          

F.   Hinweis                                                                                     

Das Kürzel T.A.A.F. steht für "Terres Australes et Antarctiques Francaises", d.h. sinngemäß "Französische Antarktisterritorien". Dies sind:

- Terre Adélie, antarktisches Festland

- die Kerguelen

- die Crozet - Inseln

- die Inseln Saint Paul  und Nouvelle Amsterdam

 A.

Einleitung

Die Inseln Nouvelle Amsterdam und Saint Paul interessieren mich seit langen Jahren. Diese Inseln liegen gänzlich einsam im Südindischen Ozean und sind, betrachtet man sie näher, sehr interessant.

Ich besorgte mir im Laufe der Zeit Informationsmaterial jeglicher Art, in erster Linie aus Frankreich. Schließlich reifte der Gedanke, aus diesem Informationsmaterial eine Diplomarbeit zu gestalten. Denn was liegt näher als ein Thema, welchem man sich mit Herz und Seele verschrieben hat?

Diese Arbeit soll umfassend Informationen für die Seefahrt und jede interessierte Privatperson wiedergeben. Der erste Teil der Arbeit befaßt sich mit für jede Person informativen Fakten zur Geographie, der Flora und Fauna sowie der Geschichte der Inseln, während im zweiten Teil der Arbeit Informationen zur Navigation im Bereich der Inseln geliefert werden.

B.

1. Nouvelle Amsterdam

Ostseite (Illustration aus Quelle Nr. 8, Sammlung B. Krauth)

1.1 Geographie

Die Insel Nouvelle Amsterdam befindet sich im südlichen Indischen Ozean auf demMittelindischen Seerücken auf 37°50' südlicher Breite und 77°33' östlicher Länge.

Die Fläche der Insel umfaßt 55 km² und hat eine ovale Form, wobei die Länge etwa 9 km und die Breite 7 km betragen. Die Insel erreicht ihren höchsten Punkt im Gipfel "La Dives" mit 881m ü.NN und ist rein vulkanischen Ursprungs, genauer gesagt, der Gipfel eines geologisch  sehr jungen Vulkans, denn die Insel entstand vor "nur" 300 000 Jahren. Trotz des geringen Alters ist auch nicht das geringste Zeichen noch vorhandener vulkanischer Aktivität festgestellt worden, im Gegensatz zu Saint Paul. Wenngleich nach einer neueren Quelle (Die verirrte Insel von Alfred van Cleef, 2002 marebuchverlag, Hamburg, ISBN 3-936384-74-6) das Alter einiger Lavaströme kaum älter als 100 Jahre sein soll.

Der vulkanische  Charakter der Insel hat sich jedoch sehr gut erhalten, da außer an der Küste keine nennenswerte Erosion aufgetreten ist.

Die Insel wird geographisch in vier Abschnitte unterteilt, die ich um einen 5. Abschnitt, hier den zunächst behandelten, erweitern möchte.

Die ganze Küste besteht, mit Ausnahme eines etwa einen Kilometer langen Küstenstreifen, aus einer im Schnitt 80 m hohen Steilküste. Der flache Küstenstreifen befindet sich im Norden der Insel. Er stellt mit einer natürlichen Lavapier, einem sehr verwitterten, etwa 30 m langen und etwa 10 m breiten Lavastrom, der hier ins Meer geflossen ist, den einzigen Punkt dar, an der die Insel ohne größere Schwierigkeiten zu betreten ist.

Auf die Steilküste folgt dann das Tiefland bis zu einer Höhe von etwa 300 m, das sich durch eine starke Trockenheit während der Sommermonate auszeichnet.

Das Hochland, von 300 m bis 600 m, ist von einem von dem Menschen bisher kaum berührtem Torfmoor bedeckt.

Es folgt das 260 Hektar große Torfmoor - Plateau in einer Höhe von etwa 550 bis 750 m sowie der 881 m hohe Gipfel "La Dives". Die West - Steilküste mit einer Höhe bis zu 700 m bildet den letzten geographischen Abschnitt.

Amsterdamgleicht mit etwas Phantasie einem abgestumpften, schiefen Kegel, wobei die Kegelstumpffläche (das Plateau des tourbières bzw. das Torfmoorplateau) sich dicht über der Westküste befindet, so daß die Insel nach allen anderen Seiten recht gleichmäßig abfällt.

 

Abbildung nach der alten englischen Seekarte GB No. 1921 nach einer alten Karte von 1901, (Sammlung B. Krauth)

 

1.3 Geschichte

Die größere, nördlicher gelegene Insel Nouvelle Amsterdam, kurz: Amsterdam, wurde das erste Mal am 18. März 1522 gesichtet.

Die Entdecker waren der Kommandant der "Victoria", Sebastien del Cano, und mit ihm die Schiffsführer Francisco Alvo und Pigafetta, sowie die restliche noch verbliebene Besatzung, die unter dem OberkommandoMagellans aufgebrochen war, die Welt zu umsegeln.

Diese Weltumsegler waren zum Zeitpunkt der Entdeckung Amsterdams auf dem Rückweg nach Portugal, nachdem Magellan am 27. April des Vorjahres auf den Philippinen ermordet worden war. Es wird berichtet, daß einige Landungsversuche unternommen wurden, aber erfolglos blieben.

Amsterdamerhielt seinen Namen erst über einhundert Jahre später, als der holländische Gouverneur Antonio van Diemen sich nach Java begab. Er reiste auf dem Schiff "Nieuw Amsterdam" und passierte die Insel am 17. Juni 1633. Die Benennung erfolgte nach dem Namen des Schiffes.

Der erste Mensch, der seinen Fuß auf den Boden der Insel setzte, war der Holländer Willem van Flaming, der die Inseln im Jahre 1696  besuchte. Vermutlich war er auch der Erste, der Saint Paul betrat.

Im Jahre 1792 machte der Franzose d'Entrecasteaux am 28. und 29. März an der Insel halt, als er nach dem verschollenen FranzosenLa Pérouse suchte.

Zwischen 1789 und 1810 wurde die Insel quasi jährlich von Robbenjägern besucht, die zeitweise auch über längere Zeiträume auf den Inseln verblieben. Auch spätere Aufenthalte um 1820 herum sind bekannt. Überlebende der bei den Crozet-Inseln 1821 verunglückten Princess of Wales kamen am 26. März 1823 nach Amsterdam und blieben dort teils bis zum 5. Juni 1823, sieben weitere offenbar bis mindestens 1825, bevor sie die Insel verlassen konnten.

Zwei englische Jäger, James Paine und Robert Proudfoot wurden 1826 auf Amsterdam ausgesetzt und konnten erst im November 1827 die Insel wieder verlassen.

Zahlreiche Schiffbrüche auf Amsterdam im Zeitraum von 1798 bis 1876 sind bekannt .Am 11. Oktober 1833 erlitt die englische Lady Munro mit zahlreichen Auswanderern auf ihrer Reise nach Hobart (Tasmanien) Schiffbruch an der Steilküste Amsterdams. Von 97 Männern, Frauen und Kindern konnten sich nur 22 Überlebende retten. Zufällig befanden sich zu dieser Zeit drei Robbenjäger auf der Insel, welche den Schiffbrüchigen soweit wie möglich Hilfe gaben und die zusammen mit Ihnen einige Zeit später die Insel nach Mauritius verließen .

Bis 1843 waren beide Inseln staatenlos. Im Zuge der Errichtung einer Fischereisiedlung auf Saint Paul, im Auftrage des Gouverneurs von Réunion, angeregt durch eine Interessengemeinschaft von Reedern und Kaufleuten, wurde Amsterdam am 01. Juli 1843 von Frankreich in Besitz genommen.

Am 24. August 1853 strandete das englische Schiff "Meridian" bei Amsterdam. Mit Hilfe eines vorbeisegelnden Walfängers gelang es der Besatzung, sich auf die Insel zu retten. Diese wurde einige Tage später von einem passierenden Schiff mit viel Mühe von der Insel gerettet. Historisch interessant ist an dem Bericht der Schiffbrüchigen, daß diese verwilderte Kohlpflanzungen auf der Insel vorfanden.    ....................

Die österreichische Fregatte "Novara" machte am 07.12.1857 kurz vor der Insel halt, von Ihrem längeren Aufenthalt aufSaint Paul kommend. Der Reisebericht berichtet von der Anwesenheit von mindestens sechs amerikanischen Walfängern, der rund um die Insel mit Fangbooten Potwale jagten. Zwei Landungen werden durch eine Delegation der Novara unter erheblichen Schwierigkeiten  durchgeführt; im zweiten Fall gelingt es auch über einen Uferstreifen hinaus auf die Insel zu klettern. Dichter Gras- und binsenähnlicher Wuchs hindern jedoch an ein weiterkommen. Ein unbedacht weggeworfenes Streichholz vor der Rückkehr an den Uferstreifen entzündet das Gras und wächst sich im Laufe der folgenden Nacht, lange nach Rückkehr an Bord des Schiffes, zu einem Flächenbrand von mehreren Meilen ausdehnung aus - ein Schauspiel, dass der Verfasser des Berichtes mit einem Vulkanausbruch vergleicht.

Einige Jahre später, 1870, unternahm ein Herr Heurtin mit seiner Familie (Frau und drei Kinder) und vier Knechten den ersten Besiedlungsversuch der Insel.  Die Heurtins kamen im Dezember 1870 mit der Sarcelle unter Kapitän Godefroy auf die Insel. Sie errichteten ein Steinhaus und begannen den Boden zu kultivieren. Man nimmt an, dass die Heurtins auch die Rinder auf die Insel brachten, was jedoch nicht belegt ist. Möglicherweise wegen einiger Todesfälle verließen die Heurtins im Winter 1871 die Insel mit einem passierenden Schiff, dem sie ihre Anwesenheit signalisiert hatten, und kehrten vollkommen mittelos nach Réunion zurück .

Die Besitzverhältnisse waren trotz der Inbesitznahme durch Frankreich im Jahre 1843 noch nicht ganz geklärt worden. Da nach der Reise der "Novara" in Kapstadt das Gerücht umging, die Inseln seien englisch und unter der Verwaltung des Gouverneurs von Mauritius, wurde im Oktober 1892 von Frankreich der Auftrag zu einer offiziellen Anektion gegeben.

Der damit beauftragte Aufklärer "La Bourdonnais" konnte wegen der schlechten Wetterverhältnisse jedoch keine reguläre Landung ausführen. Es gelang es einem Offizier und zwei Matrosen schwimmend vom Schiff auf die Insel überzusetzen und mittels eines Taus den Flaggenmast, und was zu seiner Errichtung nötig war, vom Schiff hinüber zu ziehen und so am 27. Oktober 1892 die offizielle Inbesitznahme zu vollziehen .

Am 22. Januar 1893machte der Aviso Eure halt vor Amsterdam. In einer Grotte neben einer bestehenden Hütte wurde ein Nahrungs- und Nothilfematerial-Depot angelegt, wie schon zuvor auf Saint Paul .

Am 4. Januar 1899 besuchte die "Valdavia", ein deutsches Forschungsschiff, die Insel. Der Frischfleischvorrat des Schiffes wurde durch die Jagd auf die Rinder aufgestockt. Das von der "Eure" hinterlassene Nahrungsmitteldepot wurde begutachtet, und festgestellt, daß dasselbe in der Zwischenzeit besucht worden war.

Schließlich erfolgte doch noch eine "Besiedlung" von Amsterdam. Die Engländer, die im 2. Weltkrieg bereits die Idee hatten, auf Saint Paul eine meteorologische Station zu errichten, ließen diesen Plan nach dem Kriegsende fallen. Die Franzosen griffen ihn jedoch wieder auf und am 31. Dezember 1949 landete eine Mission des Französischen Nationalen Meteorologischen Dienstes unter der Leitung P. de Martin de Viviès auf Amsterdam. Diese brachte ihre notwendigen Materialien gleich mit und seit 1949 arbeitet die meteorologische Station, in der sich ebenfalls eine gut ausgerüstete Krankenstation sowie eines der wenigen "Postämter" der T.A.A.F. (Terres Australes et Antarctiques Francaises) befinden, ohne Unterbrechung mit wechselnder Besatzung von 34 Männern (1990)(ca. 25 Personen 1997), davon 4 in der Sektion Meteorologie. Die Ablösung erfolgt jährlich gegen Ende November mit dem Versorgungs­schiff "Marion Dufresne" von Réunion aus.

Das Areal der Station umfaßt 4800 m². Die Energieversorgung der Station erfolgt mittels Dieselgeneratoren einer Leistung von 90 KWA (1997, eine Verstärkung ist geplant).

Die Versorgung mit Trinkwasser erfolgt durch Regenwasserzisternen, die Verpflegung besteht aus Konserven, Gefrierware, Langusten und Rind als Frischgut.

Der Name der Insel wurde 1966 amtlich von Nouvelle-Amsterdam in Amsterdam geändert, so dass heute i.d.R. von der Île Amsterdam die Rede ist .

 

   2. Saint Paul

2.1 Geographie

Die Insel Saint Paul befindet sich, wie erwähnt, ca. 90 km südlich von Nouvelle Amsterdam auf 38°43' südlicher Breite sowie 77°32' östlicher Länge. Die Fläche der Insel umfaßt 7 km² mit einer Länge von Nordwesten nach Südosten von etwa 5 km und einer Breite von 3 km. Saint Paul ist ebenfalls ausschließlich vulkanischen Ursprungs, und deutlicher läßt dies kaum eine andere Insel auf der Erde erkennen. Denn die in ihrer Form annähernd dreieckige Insel hat in ihrem Zentrum einen fast kreisrunden Krater, in den das Meer eingedrungen ist.

Abbildung nach der alten englischen Seekarte GB No. 1921 nach einer alten Karte von 1901, (Sammlung B. Krauth)

Die Kraterlagune, welche eine Tiefe von 60 m erreicht, hat einen Durchmesser von rund 1200 m. Sie ist von den steil aufsteigenden Kraterwänden umgeben, welche mit Ausnahme der zum Meer hin offenen Seite überall weit über 200 m hoch sind und im Norden in den höchsten Punkt der Insel von 268 m Höhe enden. Diese Wände sind nur schwer und nur an einigen wenigen Stellen zu ersteigen. Die zum Meer hin offene Seite des Kraters hat eine Länge von etwa 600 m. Der Durchlaß für das Meer ist jedoch durch zwei Kiesbänke, die von jeder Kraterseite aus aufeinander zulaufen, auf eine Breite von rund 80 m beschränkt. Die Durchfahrtstiefe beträgt etwa 0,80 m bei Ebbe und 2,50 m bei Springflut. Diese Passage war verschiedenen Quellen zufolge bei van Flamings Besuch 1697 durch einen fünf Fuß hohen Damm unpassierbar und scheint erst 1789 durch einen Sturm wieder passierbar geworden zu sein.

(Illustration aus Quelle Nr. 8, Sammlung B. Krauth)

Saint Paulist wie Amsterdam im übrigen von einer Steilküste umgeben, die an der Ostküste wie die Kraterwände bis zu 200 m und sonst im Schnitt etwas über 30 m hoch ist.

Die Küste vor Saint Paul weist an einigen Stellen einzelne Riffe auf; außerdem befindet sich vor der Nordküste ein Felsen namens "Ilot du Nord", und vor der Ostküste der "Rocher du Milieu" und der "Roche Quille", auch "Ninepin" genannt, der eine Höhe von 85m hat. Der Name "Ninepin" kommt von dem ehemals englischen Namen "Nine Pin Rock" (Neun- Nadel- Felsen).

Abbildung aus "Les Phénomènes terrestres - Les continents", von Élisée Reclus, Verlag Hachette, Paris 1874 (Sammlung B. Krauth)

Die Insel fällt von dem Kraterrand zu den Katheten ihrer Dreiecksform recht gleichmäßig ab, wobei durch den Verlauf ehemaliger Lavaströme an den Hängen abwechselnd Buckel und Rinnen entstanden sind. Auch einige kleinere Nebenkrater, vor allem die "Les Quatres  Collines" benannten im Südwesten, sind auf der Insel zu finden. Im Gegensatz zu Amsterdam gibt es auf Saint Paul auch heute noch Zeichen vulkanischer Aktivität, wenn auch der eigentliche Vulkan durch den Einbruch des Meeres zum Schweigen gebracht wurde. An einigen Stellen der Insel, insbesondere an der Wasserlinie der Kraternordseite, finden sich heiße morastige Bodenzonen, aus denen teilweise heiße Wasserdämpfe mit leicht schwefeligen Geruch aufsteigen; sowie heiße Thermalquellen, die teils als Süßwasser, teils mit brackigem Geschmack austreten. Die Quellen können bis zu 100° C heiß sein, sind jedoch meist nur bei Ebbe zu finden, da sie bei Flut unter dem Meeresspiegel liegen. Einige der Stellen, an denen Wasserdampf austritt, können sogar dem Garen von Essen dienen. An anderen heißen Stellen auf der Insel herrscht bereits 10 cm unter der Erdoberfläche eine Temperatur von 85° Celsius. Ein oder zwei Süßwasserquellen sollen sich nach einigen Berichten ebenfalls auf Saint Paul befinden, diese sollen jedoch schwer zugänglich sein. Andere Quellen bestreiten wiederum die Existenz von Süßwasserquellen. Der Kapitän Péron berichtet, das neben einigen Wasserläufen, die es nach Regenfällen gibt, eigentlich nur eine als Trinkwasser nutzbare Quelle gibt: Er grub unterhalb einer der mineralischen Thermalquellen am Kraterrand ein kleines Becken aus, in welches das Wasser bei Ebbe aus der Quelle hineinfloss. Es war noch sehr warm und stark Mineralienhaltig. Man schöpfte das Wasser ab und ließ es 24 h in Steinkrügen ruhen, bis sich die Mineralien weitestgehend abgesetzt hatten. Laut Péron erhielt man dann ein gutes Mineralwasser.

2.3 Geschichte von der Entdeckung bis 1839

Ganz sicher ist man sich nicht über die Person des Entdeckers und den Zeitpunkt der Entdeckung. Zwar erwähnt der Bericht Sebastien del Cano's, dem Entdecker Amsterdams, zwei Inseln in dieser Gegend, doch eine ausdrückliche ErwähnungSaint Pauls findet sich erst in einem Manuskript von Evert Gysbeth aus dem Jahre 1559, in welchem eine Insel namens "Sao Paulo" auf 38° S erwähnt wird. Man geht daher davon aus, daß die Insel irgendwann im 16. Jahrhundert von einem portugiesischen Seefahrer entdeckt und benannt wurde.

Bestätigt wurde die Existenz Saint Pauls erst im Jahre 1617 durch den holländischen Kapitän Harwick Claesz aus Hillegom, der die Insel bei nebligem Wetter sichtete, ihre Position annähernd richtig bestimmte und ihr, da sie bisher auf keiner Karte verzeichnet war, den Namen seines Schiffes "Zeewolf" gab. Dieser Name wurde jedoch, wie man weiß, nicht übernommen.

Der erste Mensch, der seinen Fuß auf den Boden der Insel gesetzt haben dürfte, war der holländische Kapitänvan Flaming. Willem van Flaming besuchte die Inselgruppe im Jahre 1696. Begleitet wurden die ersten Schritte der Menschheit auf Saint Paul mit dem Erschlagen von Robben. Neben der Robbenjagd besichtigte abervan Flaming Saint Paul ausgiebig und lieferte die erste gute Beschreibung der Insel. Seit dieser Zeit kam es wiederholt zu Besuchen von Robbenjägern. ...............

Der aus Brest stammende Kapitän Péron wurde mit 4 Matrosen, darunter einen Matrosen der "Noolka", von dem amerikanischen Kapitän der "Emilie" am 1. September 1792 auf der Insel zurückgelassen, mit dem Auftrag 25 000 Robben zu erjagen und deren Felle zu präparieren, bestimmt für den chinesischen Markt.

Am 20. Februar 1793 erhielt Saint Paul Besuch der "Lion", der "Indostan" und der "Jackall", welche den englischen Botschafter Lord Macartney nach China brachten. Während Péron dem Lord als bereitwilliger Führer die Insel zeigte, füllten die Matrosen der "Lion" die 4 Matrosen Pérons bis zur Bewußtlosigkeit mit Spirituosen ab und stahlen ihnen dann (dies alles ohne das Wissen des Botschafters) 800 bereits fertig präparierte Robbenfelle.

Entgegen des bisherigen Textes meiner Diplomarbeit zeigte sich 2012, nachdem ich Kenntnis einer 1824 erschienen zweibändigen Autobiographie des Capitaine Pierre-François Péron erlangte (Mémoires du Capitaine Péron sur ses voyages, Librairie Brissot-Thivars, Paris 1824, und 1971 als Fascimile und 2011 als Taschenbuch neu erschienen), dass so manche vorherige Quelle allzu freizügig mit den Sachverhalten umgegangen ist. So kam es zwischen den 5 Männern (3 Franzosen, zwei Engländern) zwar tatsächlich zu schweren Auseinandersetzungen, die zeitweise zu einer gewaltsamen Trennung und die Spaltung der Insel in einen "französischen" und "englischen" Teil führte, zu Tode kam hierdurch jedoch entgegen früherer Angaben keiner. Erst zum Ende des Aufenthaltes verstarb einer der französischen Seeleute an einer Erkrankung, die er bereits vor der Fahrt zu der Insel hatte, jedoch verheimlichte. Auch die Erkundungen der Insel fanden weitestgehend gemeinsam statt. Péron fertigte unter anderem, neben ausführlichen Beschreibungen der Insel, eine ausführliche Karte der Insel an.

Irrtümlich benannte er die Karte der Insel mit Neu Amsterdam, wie er auch in seinen Berichten davon sprach, sich auf der Insel Amsterdam zu befinden. Dieser Irrtum rührte wahrscheinlich aus der Zeit des Besuchs der "Mercury" her. Überhaupt sind die Inseln untereinander immer wieder die Folge von Verwechslungen gewesen. Selbst der bekannte französische Autor Jules Verne beschrieb in seinem Roman "Die Kinder des Kapitän Grant" (1867) die Insel Saint Paul, obwohl er eine Beschreibung der Insel Amsterdam geben wollte. Er verfiel aber offenbar nur den fehlerhaften Quellen jener Zeit.

Kurz nach seiner Abreise von St. Paul holte die "Otter" die 3000 Robbenfelle ab, die Péron bei seiner Abreise nicht hatte mitnehmen können.

..............................

 

 

La Mosaique

Illustration aus einem Artikel über zwei zurückgelassene Seeleute im Jahr 1827 aus der Zeitschrift La Mosaȉque, 23. Woche 1875, Jahrgangsband S. 184 (Sammlung B.K.)

(Illustration aus Quelle Nr. 8)

Saint Paul von See (Nordosten)

2.4 Geschichte der ersten Fischereisiedlung und der Folgezeit (Zeitraum 1840 - 1925)

Bis jetzt waren die Inseln zwar rege besucht worden, aber offensichtlich hatte sich kein Staat an der Inbesitznahme interessiert. Der Fischreichtum der Inseln war jedoch bekannt und seit Beginn des Jahrhunderts vor allem von Fischern der Insel  Bourbon genutzt worden.

Da die Versorgung der französischen Kolonialinsel Bourbon (Réunion) mit Fisch von den Fanggründen in Neufundland auf Grund der großen Entfernung recht schwierig, und Speisefisch in den Gewässern Réunions nicht in größeren Mengen fischbar war, entschieden sich zu Beginn der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts einige Reeder, Kaufleute und Händler der Insel den Fischreichtum der 1000 sm entfernten Inselgruppe gezielt auszubeuten.

Der Händler Camin wurde der Urheber dieser Idee, und es gelang ihm, den Gouverneur Bourbons für die Inbesitznahme der Inseln und für die Errichtung einer Fischereisiedlung zu interessieren. Als Leiter der Mission wurde der franko - polnische Kapitän Adam Mieroslawski ernannt. .................

Auf Anweisung des Gouverneurs von Bourbon machte sich das Handelsschiff "Olympe", in Ermangelung eines Kriegsschiffes, unter der Führung des Kapitäns Dupeyrat Anfang Juni 1843 auf die Reise zu der Inselgruppe.

 Am 1. Juli 1843 hatte das Schiff Amsterdam erreicht und in Besitz genommen. Am 2. Juli 1843 fand dann bei sehr schönem Wetter die erste Inbesitznahme Saint Pauls im Namen des Gouverneurs von Bourbon statt. Gleichzeitig wurde das Personal der geplanten Fischfangstation, rund 60 Fischer sowie eine kleine Marineinfanterieabteilung, große Mengen Proviant und alle notwendigen Materialien für den Bau der Siedlung an Land gebracht. An der Kraternordseite, der geeignetsten Stelle für eine Siedlung, wurden noch heute sichtbare Terrassen angelegt. Aus Lavablöcken wurden bei und auf den Terrassen feste Gebäude errichtet und Gärten angelegt. In diesen Gärten wurden mit Erfolg Kartoffeln und andere Gemüse angebaut. Von den Gebäuden sind heute noch die Fundamente und Mauerreste zu sehen. ......................

Die erste Besitzergreifung der Inseln wurde von der Regierung Louis- Philippe's nicht ratifiziert, da derzeit positive Annäherungen in der Politik an Großbritannien stattfanden und man diese nicht durch die „Annektierung“ der Inseln gefährden wollte, welche nach einem älteren Vertrag Mauritius zugehörig und damit als Englisch anzusehen waren .  In Folge davon wurde die kleine Garnison von der Insel abgezogen, während die Siedlung auf der Insel verblieb. ..................

Nach der Revolution in Frankreich von 1848 tauchte die nicht durchgeführte Idee auf, auf Saint Paul eine Strafvollzugsanstalt zu errichten, vermutlich ähnlich wie die von Guyana.

Im Jahre 1853, nach zehnjährigem Bestehen, wurde die Siedlung vollständig aufgegeben, da ihr jegliche offizielle Unterstützung fehlte.

Die Aufgabe der Fischereisiedlung hatte jedoch nicht die Beendigung der Fischerei zur Folge. Regelmäßig von Réunion aus organisierte Fischfangkampagnen fanden nachweislich bis 1913 statt.

 

Frontispiz des Reiseberichtes der Novara (Illustration aus Quelle Nr. 8, Sammlung B. Krauth)

Vom 19. November bis 6. Dezember 1857 besuchte die österreichische Fregatte "Novara" unter dem Kapitän Baron von Pock die  Insel. Die "Novara" war von Triest aus zu einer Forschungsreise um die Welt gestartet, um verschiedene weniger bekannte Orte aufzusuchen und dort geologische, ethnologische, astronomische, magnetische, geologische, zoologische und botanische Forschungen zu betreiben.

Nachdem die "Novara" Rio de Janeiro und das Kap passiert hatte, war ihre erste Station die Insel Saint Paul. Hier angekommen, fand man die Insel bewohnt vor.

Zu dieser Zeit waren die Eigentumsrechte an der  Insel an den Schiffsausrüster Otovan von St. Denis (Réunion) vergeben worden. Dieser hatte den Franzosen Viot und zwei Mulatten auf der  Insel stationiert. Zweimal jährlich schickte Otovan eine Goelette von 40 t zu der Insel, die dann dort dem Fischfang nachging. Viot und die zwei Mulatten waren beauftragt, diesen Fischfang und die Lager des Geschäftsmannes zu überwachen und Instand zu halten. Nebenbei pflanzten sie größere Mengen Kartoffeln an, welche sie gegen Reis, Tabak und Pökelfleisch bei vorüberfahrenden Schiffen eintauschten.

Die Wissenschaftler der "Novara" richteten sich auf der Insel in einer Fischerhütte ein. Die  Wissenschaftler waren zeitweise gezwungen, ihre Arbeit wegen ausgesprochen schlechter Wetterverhältnisse zu unterbrechen. Dennoch konnten die  naturwissenschaftlichen  Arbeiten mit einigem Erfolg durchgeführt werden.

Am 6. Dezember verließ die "Novara" Saint Paul, machte am folgenden Tag einen kurzen Halt bei Amsterdam und segelte dann weiter nach Ceylon.

 

Die Karte der Insel, die von der Novara - Expedition angefertigt wurde. Nachbearbeitet mit farblicher Kennzeichnung der Punkte a bis h laut Legende der Karte. Siehe nachstehenden vergrößerten Ausschnitt. (Illustration aus Quelle Nr. 8, Sammlung B. Krauth)

Die Legenden wurden in rot gefärbt (a-h), die Gebäude in dunkelrot, die zu "g" (Gemüsegärten der Fischer) gekennzeichneten Flächen grün umrahmt und die eingezeichneten Pfade oder Wege braun gefärbt. In zweierlei Hinsicht ist die Karte hier von hohem Interesse, denn a) findet sich in keinem mir vorliegenden Bericht ausdrücklich erwähnt das Vorhandensein von regelrechten Wegen, wie auf dieser Karte im Krater und im Osten nach oben auf  das Plateau gehend, und b) sind die Lagen der Gemüsegärten bemerkenswert. Nach den mir vorliegenden Quellen ging ich davon aus, daß die "Pflanzungen" der Fischer auf angelegten Terrassen hinter den Fischereigebäuden lagen. Das zumindest 1857 nach dieser Karte sowohl auf dem Plateau oberhalb der Ansiedlung als auch an den Kraterinnenhängen eine ganze Anzahl derartiger "Gärten" waren erachte ich als erstaunlich. Und auch die Kennzeichnung der warmen morastigen Bereiche auf dem Plateau dürfte von Interesse sein. (Illustration aus Quelle Nr. 8, Sammlung B. Krauth)

Am 16. Juni 1871 strande te die englische Fregatte "Megaera" unter Kapitän Thrupp auf einer der natürlichen Kiesmolen am Kratereingang. Die "Megaera" war überladen und leckgeschlagen. Kurz vor dem drohenden Untergang war sie ganz bewußt auf den Strand gesetzt worden, mit dem Erfolg, daß die alle Passagiere gerettet wurden. Es sollen sich um 400 Leute plus die Besatzung des Schiffes gewesen sein. Aus Ladung und Wrack bauten sich die Schiffbrüchigen Unterkünfte und richteten sich in Grotten ein. Ein Monat später, am 16. Juli, wurden die Schiffbrüchigen von dem niederländischen Schiff Aurore bemerkt, welches dann in Folge die Außenwelt informierte. Die Schiffbrüchigen wurden dann von mehreren Schiffen von der Insel geholt und waren im September 1871 alle in Kapstadt angekommen. Das Wrack der Megaera und Überreste der Behausungen waren noch 3 Jahre später zu finden, später war offenbar durch Stürme alles weggefegt

1873 besuchte die HMS "Pearl" die Insel. Auf Amsterdam tragen seitdem zwei Kaps die Namen des Kommandanten Goodenough und seines Leutnants Hos­ken.

Am Mittwoch den 23. September 1874 brachte die "La Dives" eine französische astronomische Mission zur Beobachtung des Venusdurchgangs sowie den Geologen Vélain an Land. Diese Mission blieb bis zum 4. Januar 1875 aufSaint Paul. Ein Gedenkstein im Krater erinnert noch heute daran.

Am 17. November brachte die Goelette "Le Ferand" der Mission die letzten Neuigkeiten und ging dem Fischfang im Krater nach. Im Laufe des Dezembers transportierte sie Vélain und zwei andere Wissenschaftler für 2 Wochen nach Neu- Amsterdam. Vélain verdankt man zahlreiche präzise Berichte über die Geologie und andere naturwissenschaftlichen Fakten der Inseln. Das bemerkenswerteste zoologische Ereignis der Mission dürfte wohl ein während eines Sturms im Dezember angespülter Riesenkrake gewesen sein. Er soll eine Körperlänge von 1,60 m und 6 m lange Arme gehabt haben.

Wie bereits bei der Geschichte Amsterdams erwähnt, war die Staatszugehörigkeit der Inseln ungeklärt, vor allem da ja die erste Inbesitznahme nicht ratifiziert worden war. Daher fand am 24. Oktober 1892 endlich die offizielle Inbesitznahme durch Frankreich statt, ausgeführt durch den Kommandanten Villaume des Aufklärers "La Bourdonnais".

Eine deutsche Expedition unter Carl Chun besuchte Saint Paul am 3. Januar 1899 mit der "Valdivia" und traf den 70 Jahre alten Unternehmer Hermann aus Réunion mit seinem Sohn sowie etwa 20 Farbigen auf der Insel an. Es zeigt sich, daßSaint Paul immer wieder für einige Zeit bewohnt war.

Im Jahre 1903 war die Insel wiederum Besuchsort  einer deutschen Expedition. Die deutsche Antarktisexpedition der "Gauss" verweilte hier am 26. und 27. April 1903.

Von 1903 bis 1913 ging das Fischereischiff "Le Reve" dem saisonal dem Fischfang auf Saint Paul nach. Der während der Kampagne 1913 (?) verstorbenen Reeder Raoul Fleury wurde auf der Inselbeisgesetzt . Dessen Grab, datiert mit 1928, eben Oberhalb der Schutzhütte gelegen, ist noch heute erhalten.

(Foto mit freundlicher Genehmigung von H.W. Helfenbein, 2005)

Blick aus Süden auf der Insel zum Krater hin. Perspektivisch vermutlich vom Künstler konstruiert, da diese Perspektive einer Luftaufnahme entsprechen dürfte.

(Illustration aus Quelle Nr. 8, Sammlung B. Krauth)

2.5 Geschichte der 2. Fischereisiedlung

 (Zeitraum von 1926 bis 1931)

 

Seit 1893 waren die Herren René und Bossière aus Le Havre Konzessionäre der Inseln. H. Bossière, der 1926 auf der "Lozère" bei Saint Paul vorbeikam, fiel die große Menge Langusten auf, welche sich an der Küste der Insel fanden. Ihm kam der Gedanke, diesen Sachverhalt zu nutzen. Er hoffte, vor allem in Konkurrenz zu den Südafrikanern zu treten, welche eingedoste Langusten unter der Bezeichnung "Langusten von den Kerguelen" nach Frankreich exportierten. (Zu bemerken ist, daß es bei den Kerguelen diese Tiere gar nicht gibt.) Infolge wurde daher 1928 "La Langouste Francaise" als Filiale der "Compagnie Générale des iles Kerguelen" gegründet.

Am 24. Oktober 1928 ging die "Austral" in der Nähe des Felsen La Quille vor Saint Paul vor Anker. Unter der Leitung von Pierre Presse entluden die für die Besiedlung gewonnenen 27 Fischer aus der Bretagne und die Besatzung des Schiffes die Baustoffe für die geplante Konservenfabrik und die Unterkünfte sowie Lebensmittelvorräte und lebensnotwendige Geräte. Wegen schlechtem Wetters und der flachen Barriere vor dem Kratersee nahm dies 12 Tage in Anspruch. Am 4. November konnte die "Austral" endlich wieder in See stechen.

Da die Insel nur in der Fangsaison besiedelt sein sollte (von Oktober bis März) errichteten die 28 Bretonen auf der Insel in Rekordzeit (in 25 Tagen) die Fabrik und die Behausungen. Auch der Fang dieser ersten Saison war zufriedenstellend. Sechs „Wächter“ blieben über Winter bis zur nächsten Saison auf der Insel.

Für die zweite Kampagne, die im Oktober 1929 startete, hatte die "Austral" zusätzliches Personal von Madagaskar und Réunion (90 Madagassen und 25 Bretonen) auf die Insel gebracht. Diese Saison sollte sogar in der französischen Presse erwähnt werden, und zwar aus folgendem Grund:

Die Siedlung auf Saint Paul war mit einem Kurzwellensender ausgestattet, mit dem der Kontakt zur Außenwelt gehalten werden konnte. Einige Tage nachdem die "Austral" die Insel verlassen hatte, erhielt man keine Nachrichten mehr vonSaint Paul - der Sender schwieg seit dem 9. Oktober 1929. Die für Saint Paul zuständige Gesellschaft war darüber ernsthaft beunruhigt.

Nachdem man zwei Monate lang nichts von der Insel gehört hatte, setzte sich die Gesellschaft mit einer englischen Reederei aus Aberdeen in Verbindung, welche eine regelmäßige Verbindung zwischen Südafrika und Australien unterhielt. Die "Eurypides", welche von Kapstadt nach Adelaide fahren sollte, würde ja ohne nennenswerte Abweichungen von ihrer Reiseroute beiSaint Paul vorbeifahren und nach dem Rechten sehen können. Der Direktor der "Langouste Francaise", Alfred Caillé, schiffte sich daher Anfang Dezember auf dem "Eurypides" ein. ........................

Die "Eurypides" hatte problemlos am 9. Dezember die Insel erreicht und ihre 108 Bewohner gesund vorgefunden und Caillé konnte sich von dem Gedeihen seiner Station überzeugen. Das Schweigen sei darauf zurückzuführen gewesen, daß der Funkapparat durch einen Unfall beschädigt worden war. Die Aussagen des Funkers über den Vorfall, der die Station zu leiten hatte, sind jedoch nicht ganz eindeutig gewesen. ...............................

Am 3. März, dem Ende der 2. Kampagne, holte die "Austral" bis auf 7 Freiwillige, darunter eine (Ehe)Frau, das Personal der Insel ab. Es handelte sich hierbei um relativ junge Freiwillige, sie waren zwischen 18 und 32 Jahren alt. Es ist anzunehmen, daß sie mit allem nötigen ausgerüstet waren, vor allem in Hinblick darauf, daß erst 6 Monate später das neue Personal kommen sollte. Eigenartigerweise konnte jedoch keiner das Funkgerät bedienen.

Die erwähnte Frau, Mme Brunou, war zum Zeitpunkt der Abreise der "Austral" hochschwanger - vermutlich der Grund für den Verbleib auf der Insel - und gebar 3 Wochen später ein Mädchen, welches jedoch bereits nach 2 Monaten starb. Weitere Todesfälle sollten sich noch ereignen.

Die geplante Ablösung zu Beginn der 3. Kampagne im September 1930 kam nicht. Was war geschehen?

Der Grund waren grundlegende Veränderungen in der Verwaltung der "Compagnie Générale des iles Kerguelen" und seiner zwei Filialen.

Dies hatte zur Folge, daß die Filiale "La  Langouste Francaise" sich nach einem eigenen Schiff umsehen mußte. Sie kaufte einen alten Frachter von 1500 t und taufte ihn "Ile Saint Paul". Dieser sollte unter dem Kommando des Kapitäns d'Armancourt eine regelmäßige Verbindung zwischen Saint Paul, Réunion und Madagaskar halten.

Die "Ile Saint Paul" kam von Frankreich, nahm in Madagaskar Arbeiter und in Réunion einige Fischer an Bord, und erreichte Saint Paul am 6. Dezember 1930 - 3 Monate später als geplant. Sie traf nur noch 3 der 7 Zurückgebliebenen auf der Insel an, 4 waren in der Zwischenzeit gestorben. Der erste war am 30. Juli (E. Puloc'h) gestorben, F. Ramamonzi verstarb am 22. August und Victor Brunou am 1. September. Pierre Quillivic verschwand am 27. Oktober mit einem der Fangboote und ward nie wieder gesehen, möglicherweise ein Freitod. Man nimmt an, daß er unter Depressionen litt.

Der Arzt, der mit der "Ile Saint Paul" gekommen war, diagnostizierte nach Befragen der Überlebenden den Tod als Folge der "Konservenkrankheit", verursacht durch Vitaminmangel aus fast ausschließlichem Genuß von Konservenkost. Dies hatten die Überlebenden wohl schließlich erkannt und sich daraufhin nur noch von Pinguineiern, Langusten, Fisch und Kaninchen ernährt, also von dem, was die Natur ihnen lieferte.

Von Frischgemüse ist nichts in den Berichten der Überlebenden zu lesen, obwohl solches vorhanden gewesen sein muß. .....................

*** Wer sich für mehr Details bezüglich der 7 Freiwilligen interessiert kann inzwischen (seit Ende 2013) zahlreiche Informationen und Bilder im Internet dazu finden. Die "Association des oubliés de l'île Saint-Paul" bemüht sich die Erinnerung an Louise und Victor Brunou und der Tochter Paule Bronou (26.03. - 20.05. 1930, Saint Paul) , Emmanuel Puloc'h, François Ramamonzi, Julien Le Huludut, Louis Herlédan, Pierre Quillivic und all die Madagassen deren Namen vermutlich nie bekannt werden:Webseite und Facebookseite

Am 30.November 2015 weihte die Tochter von Julien Le Huludut eine Gedenktafel auf Saint Paul ein, zu der ein Gegenstück kurze Zeit danach in Concarneau eingeweiht wurde.

Die 3. und letzte Kampagne dauerte von Anfang Dezember 1930 bis zum April 1931. Etwa 100 Personen lebten zu dieser Zeit auf der Insel, davon 22 Bretonen. Der Rest waren Arbeiter von Madagaskar.

Der Fang der Langusten und von Fisch wurde mit kleinen motorisierten Booten an der Küste der Insel betrieben. Im Krater selbst wurde in der Regel nicht gefischt, da hier große Algen die Arbeit beeinträchtigten. Die gefangenen Langusten wurden auf der Insel sofort verarbeitet, waren also absolut fangfrisch. Innerhalb von nur einer Stunde nach der Anlieferung der Tiere durch die Fangboote wurden diese gekocht, aus ihrem Panzer geschält und (nur die Langustenschwänze) eingedost. Pro Saison wurden etwa 400 000 Konservendosen produziert, was bei einem Inhalt von zwei bis drei Langustenschwänzen je Dose zu über einer Millionen verarbeiteter Tiere jährlich führte.

Am 20. März 1931 kam eine Nachricht von der Insel, es sei eine gefährliche Epidemie unter den Magagassen auf der Insel ausgebrochen, die bereits mehrere Todesopfer gefordert habe.

Auf Anweisung der Gesellschaft machte sich die "Austral" von den Kerguelen sofort auf den Weg nach Saint Paul. Denn obwohl über 100 Menschen auf der Insel lebten, und noch dazu in hygienisch nicht gerade lobenswerten Umständen, war nicht ein einziger Arzt oder Sanitäter auf der Insel. Die "Austral" sollte nach der notwendigen ärztlichen Versorgung das Personal von der Insel holen, da die Gesellschaft wegen gefallener Marktpreise die kommende Saison die Arbeit ruhen lassen wollte.

Die "Austral" erreichte Saint Paul am 1. April. Bei Ankunft waren 13 Männer bereits gestorben, 10 weitere verstarben an den folgenden Tagen. Der Schiffsarzt diagnostizierte ohne zu zögern eine Krankheit namens "Béri-Béri", welche allerdings nur die erwachsenen männlichen Madagassen getroffen hatte. Es handelt sich um eine Erkrankung in Folge von unausgewogener bzw. vor allem einseitiger Ernährung. Frauen, Kinder und das europäische Personal waren davon nicht betroffen, ihnen ging es entsprechend gut.

Leider hatte der Arzt keine Behandlungserfolge, so daß es sogar noch nach Abreise der "Austral" an Bord zu 10 weiteren  Todesfällen kam.

Am 8. April 1931 verließ die "Austral"Saint Paul mit dem gesamten Personal an Bord. Auf der Insel blieben 20 neue Gräber und die Station zurück.

 

2.6 Geschichte von 1932 bis heute

 

Die Absicht, die Station später wieder zu betreiben, wurde nicht mehr ausgeführt und man vermied es, in den nächsten Jahren davon zu sprechen.

Erst 1938 wurde die Wiederaufnahme der Station durch einen Herrn Horn (andere Schreibweise?: Hohn? ) de Boer in Angriff genommen, der eine spezielle Konzession für den Langustenfang in den Gewässern der Inseln für 30 Jahre am 21. Dezember 1936 erhalten hatte. In Hinblick auf die Ereignisse von 1931 waren jedoch mit der Konzession eine Menge Auflagen verbunden, welche genau vorschrieben, wie die Station geführt zu werden hatte. (Sicherheits-, Sanitär- und Hygienevorschriften sowie die Verpflichtung einen Arzt auf der Station zu haben u.ä.)

Nach einer langen Vorbereitungszeit startete die "René Moreux" am 25. Mai 1938 von St. Malo aus zur Reise nach Saint Paul. In Réunion im August angekommen, verließ fast das gesamte Personal das Schiff, da der Konzessionär Horn de Boer im Prinzip bankrott war und das Schiff verkaufen mußte. Einige Interessierte der Insel Réunion kauften das Schiff auf, tauften es auf den Namen "Ile Bourbon" um und schickten es mit einer weitgehend neuen Besatzung, noch immer unter dem Ka­pitän d'Armancourt, nach Saint Paul.

Das Schiff erreichte die Insel am 10. Dezember 1938. Man hatte gehofft, die seit 1931 verlassene Station und Fabrik nutzen zu können. Diese war jedoch durch Stürme in einen sehr schlechten Zustand gebracht worden, so daß nur einige wenige Dinge wieder in Gebrauch genommen werden konnten.

Infolge der mangelhaften Vorbereitungen für den Aufenthalt auf der Insel, man hatte sich zu sehr auf die vermeintlich nutzbaren Einrichtungen verlassen, kam es zu erheblichen Schwierigkeiten. Die mitgeführten Lebensmittel waren nicht einmal ausreichend, um nach Réunion zurückzukehren. Die "Ile Bourbon" konnte nicht vorSaint Paul ankern und war gezwungen, vor Neu Amsterdam zu ankern. Der Kurzwellensender des Schiffes war so unzureichend, daß  er nicht einmal Réunion erreichte. ........................

Endlich konnte man ein S.O.S. aussenden, welches von einem Amateurfunker in Kalifornien empfangen wurde. Die Nachricht wurde schließlich den französischen Behörden übermittelt, welche gleichzeitig den Aufklärer "Bougainville" und ein französisches Frachtschiff, die sich in der Gegend befanden, zu den Inseln schickten.

Beide Schiffe trafen sich gleichzeitig mit der "Ile Bourbon" am 23. Februar vor Amsterdam. Der Frachter versorgte die "Ile Bourbon" mit dem notwendigsten, so daß dieser nach Réunion zurückkehren konnte. Die Folge der mißglückten Kampagne war, daß der Großteil der Aktionäre Bankrott gegangen waren, einer von ihnen starb sogar bei Erhalt der Nachrichten (an Herzversagen?). Herr Horn de Boer und der Kapitän d'Armancourt wurden nach ihrer Ankunft sofort verhaftet und kamen ins Gefängnis.

Hiermit endete der letzte Versuch, eine Fischereistation auf der Insel zu betreiben. Allerdings wurde nach dem Krieg der Fischfang bei den Inseln wieder ausgeübt, heute vor allem von ostasiatischen Fischereifahrzeugen.......................

( nachfolgende 4 Fotos mit freundlicher Genehmigung von H.W. Helfenbein, 2005)

1966 wurde aus den Resten der alten Station eine kleine Schutzhütte gebaut, die heute mehr oder weniger regelmäßig (einmal jährlich) mit Notproviant und Medikamenten für eventuelle Schiffbrüchige ausgerüstet wird. Das Seglerpaar Wilts berichtete von seinem Besuch Anfang 1994, daß diese Hütte in einem fürchterlichen Zustand gewesen sei. Ratten und Mäuse hatten sich Zugang verschafft und die ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen achtlos gestauten Lebensmittel zum Großteil angefressen, sowie die Matratzen der Notliegen zerstört. Der Uringeruch der Tiere hatte alles durchdrungen, die Hütte entsprach in keiner Weise dem Zweck, dem sie dienen sollte.

In 1969 und 1971 gab es kürzere Forschungscamps auf der Insel. Vom 18. Dezember 1971 bis 30. Januar 1972 und vom  24.12.72 bis zum 21.2.73 wurde auf der Insel ein Forschungscamp errichtet. Während dieser Zeiträume, nur von kurzen Besuchen auf der Insel Amsterdam unterbrochen, wurde im Prinzip alles nur irgendwie Interessante der Insel untersucht und erforscht. Diese Kampagne führte auch zur Erstellung der ersten rein topographischen Karte vonSaint Paul, ausgeführt durch das IGN (Institut Geographique National, Paris). ......................

Wie bereits mehrfach erwähnt, besuchte das deutsche Seglerpaar Wilts Mitte Februar 1994 Saint Paul. Auf Grund des sehr kurzen Zeitraumes, den sie auf der Insel zubrachten, konnten sie keine ausführlichen Erkundigungen vornehmen. So konnten einige meiner Bitten, wie z.B. das Suchen nach den zweifelhaften Süßwasserquellen, leider nicht ausgeführt werden. ..........................

Am 23. Juli 1995 zu einem weiteren Schiffbruch vor der In­sel.

Das japanische Fischereischiff "Zuiho Maru No. 58" war während einer Tunfischjagd auf vorgelagerte Felsen der Steilküste im Nordwesten Saint Paul's aufgelaufen. Als das Schiff nach 5 Tagen auseinanderzubrechen begann, ging die 22-köpfige Besatzung an Land, überquerte den Norden der Insel und begab sich zur Kraternordseite. In den folgenden 10 Tagen (22.07.- 02.08.1995) wurden sie aus der Luft durch die australische Luftwaffe versorgt, bis sie endlich von dem französischen Forschungsschiff "La Curieuse" Anfang August abgeborgen werden konnten. Das Fahrzeug wurde von den französischen Behörden später besichtigt und überprüft. Über die Ursachen des Unglücks und die rechtlichen Folgen ist mir nichts bekannt.

Wie im Kapitel "Flora und Fauna" erwähnt, fanden von 1995 bis 1998 Expeditionen nach Saint Paul statt, die die Ausrottung ortsfremder Tiere zum Ziel hatten. Von allen durch den Menschen eingeführte fremde größere Tierarten gab es zu jener Zeit nur noch schwarze Ratten, Kaninchen und Mäuse. Da letztere keinen erwähnenswert negativen Einfluß auf die Ökologie darstellten wurden die Ratten und Kaninchen mittels Gift, Abschuß und mit Hilfe von Hunden komplett ausgerottet .

Inzwischen ist die Insel ein strikt gesperrtes Naturschutzgebiet und Biosphärenreservat, die Insel darf nur in ganz besonderen Ausnahmefällen betreten werden, eine Annäherung zu Wasser und in der Luft auf weniger als 300 Metern ist strikt untersagt .

C. Schlußbetrachtung

Die Inselgruppe von Nouvelle Amsterdam und Saint Paul habe ich in dieser Diplomarbeit so ausführich wie möglich behandelt. Jede Art von Information, die mir zugänglich war, wurde gründlich bearbeitet. Das Wesentliche und Interessante davon, sei es für den privat Interessierten oder den Nautiker, wurde in freier Formulierung, insbesondere bei der Übertragung aus der französischen Sprache, in diese Arbeit eingebracht.

Ich hoffe, daß die für die Navigation wiedergegebenen Informationen eine ausreichende Hilfe für den Nautiker sind, der bei den Inseln vorbeikommt oder Station macht, insofern er über diese Arbeit verfügen sollte.

Während die Insel Amsterdam heute für die Berufsschiffahrt mehr als die Schwesterinsel von Bedeutung ist ( durch die meteorologische Station), so ist Saint Paul vor allem durch ihre Form und ihre Geschichte interessant. Insbesondere der Anreiz durch die Form dürfte immer wieder zu Besuchen von Freizeitseglern und anderen Abenteurern führen.

 Rückblickend läßt sich sagen, daß die Insel Saint Paul trotz  ihrer abgelegenen  Lage  Schauplatz zahlreicher  Ereignisse  und  sogar Tragödien war. Es bleibt zu hoffen, daß die Insel trotz all dieser Vorkommnisse  weitgehend in ihrem natürlichen Zustand  verblieben ist und auch bleiben wird. Denn sie ist eine der wenigen Orte auf unserer  Erde, die ohne gravierende Zerstörungen durch  den  Menschen von diesem im Prinzip wieder vergessen worden ist.

D. Literaturverzeichnis

1.

Arnaud, P.M.

"La campagne MD 50/Jasus aux îles Saint Paul et Am­sterdam"

Bericht derT.A.A.F. und desCentre d'océanologie de Marseille N° 86-04,, Marseilles April 1990

2.

 Chun,Carl

"Aus den Tiefen des Weltmeeres. Schilderungen von der Deutschen Tiefsee - Expedition", S. 269 - 283

Gustav Fischer Verlag, Jena 1900

3.

Krauth, Bernhard

"Les erreurs géographiques chez Jules Verne"

Bulletin de la Société Jules Verne N° 87, S.25-26, Paris 1988

4.

Krauth, Bernhard

"Encore une fois l'ile Saint- Paul"

Bulletin de la Société Jules Verne N° 105, S. 5-7, Paris 1993

5.

N.N.

interne Veröffentlichung der Verwaltung der T.A.A.F.

"Un exemple de rehabilitation ecologique:  l'ile Amsterdam",  

T.A.A.F., Ökologie in der Antarktis, Fiche  8, Paris 1990

6.

de la RüeE. Aubert

"Les Terres Australes", 2. Kapitel, I. Teil.

P.U.F., Collection Que Sais-je Nr.603, Paris 1967.

7.

de la Rüe,  E. Aubert

"Les  années tragiques de l'ile Saint Paul (1928-1931) et quelques apercus historiques de la peche autour de l'ile"

Revue T.A.A.F. Nr.55 und 56, S.5- 45, Paris 1971

8.

von Scherzer, Dr. Karl

"Reise der Österreichischen Fregatte "Novara" um die Erde", S.214 - 260

Band I, 2. Auflage

Druck und Verlag von Carl Gerald's Sohn, Wien 1864 

9.

Tollu,Benoit

"Installation d'une base temporaire à l'ile Saint Paul" 

Revue T.A.A.F. Nr.64, S. 5- 38, Paris 1975

10.

 Verne, Jules

"Die Kinder des Kapitän Grant"

Diogenes Taschenbuch 64/XI, Band I, 2. Teil, Kapi­tel III, S. 380 ff

Diogenes Verlag AG, Zürich 1977

10a.

Verdenal, Yannick

Saint Paul & Amsterdam – Voyage austral dans le temps

Hrsg. Gérard Louis, Haroué 2004

Anmerkung (!): Dieses sehr gründlich recherchierte und durch Zitate von und Verweise auf historisches Original-Quellenmaterial gut belegte Werk fällt durch zahlreiche Abweichungen gegenüber den früher verwendeten Quellen auf. Sowohl die Schreibweise von Namen, Abweichungen bei Datumsangaben sowie vielerlei Sachverhalten sind oftmals in deutlich umfangreicherer Ausführlichkeit.

Sie stellten den Verfasser dieser Arbeit vor die Frage, ob bei Abweichungen die früheren hier genutzten Quelleninformationen komplett durch dieses fundierte Material ersetzt werden sollen oder diese neueren Erkenntnisse als Ergänzung zum Vergleich eingebracht werden sollen. Der Verfasser hat sich entschlossen, die Angaben dieser zeitlich jüngeren Quelle als die Richtigere zu betrachten und die früheren Angaben, soweit sie  davon abweichen, zu streichen oder zu korrigieren.  

10b.

Stéphanie Légeron und Bruno Marie

Escales au Bout du Monde

Hrsg. Océindia SARL, La Montagne (La Réunion), 2015

weitere Hilfsmittel

11.

Instructions Nautiques du Service Hydrographique et Oceanographique de la Marine,

L 9/ Ocean Indien Sud/ Madagascar/ Iles Eparses/ Terres Australes et Antarctiques Francaises, S. 46,

Edition 1984

( Nautische Instruktionen des französischen Hydrographischen Dienstes)

12.

 Handschriftliche Informationen, Klimatabellen sowie ein Jahresreport von 1991 der Insel Amsterdam des Französischen Meteorologischen Dienstes (METEO FRANCE), Paris, Toulouse und Réunion. Beachte auch S. 72 dieser Arbeit

 13.

Handbuch der Süd- und Ostküste Afrika's

S. 339 - 340, DHI -Nr. 2046

Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie (BSH), Hamburg.Stand: 4.12.92

14.

Leuchtfeuerverzeichnis Teil VI

S. 197, DHI - Nr. 2106

BSH, Hamburg.Stand: 22.5.92

15.

Gezeitentafeln für das Jahr 1993, Band II

S. 247

BSH, Hamburg.Stand: 1992

16.

Nautischer Funkdienst, Band I,

S. B - 41 - 5,

BSH, Hamburg,Stand: aktualisiert bis 10/95

17.

Nautischer Funkdienst Band III (Wetter und Eis­funk)

S. Ba - 4, B - 28 - 5,

BSH, Hamburg, Stand: aktualisiert bis 3/94

17a. NF Bd IV/B (Revierfunk), S. 6-49-4, BSH 8/95

18.

Monatskarten für den Indischen Ozean

DHI- Druckschrift N° 2422,

3. Auflage 1960,

DHI (BSH), Hamburg

19.

Seekarte GB N° 1921

Druckjahr 1978, letzte Korrekturen 1954

Alte Seekarte von 1901, bearbeitet nach einer  französischen Karte von 1934, überarbeitet zuletzt 1954

20.

Seekarte F. N° 7170

Druckjahr 1991, aktuelle (neue) Seekarte der Inseln

 

Anmerkung:

Von Erich und Heide Wilts sind Berichte mit Photos über ihre Reise durch den Indischen Ozean erschienen:

in der Zeitschrift "GEO  SPECIAL Indischer Ozean", Februar 1995

und in

"Auf der Route der Albatrosse", Delius Klasing Verlag, Bielefeld, März 1996

E.

Danksagungen:

 

Mein Dank gilt all denen, die mir beim Zustandekommen dieser Arbeit behilflich waren, insbesondere:

der Administration des T.A.A.F., Paris

demMETEO FRANCE, Paris, Toulouse, Réunion

der Bibliothek des Bundesamts für Seeschiffahrt und Hydrographie, Hamburg

und folgender Personen:

 

Gundi Lindner, Leer

 

Frau Nehmann, FH Leer

 

Erichund Heide Wilts, Leer / Heidelberg / Antarktisregion, insbesondere für die zur Verfügung gestellten Photographien

 

und selbstverständlich meinen Prüfern.

F.

 

Wichtiger Hinweis !!

Für die Textstellen, die als Quelle METEO FRANCE haben, behält sich

 

METEO FRANCE

42, avenue Gustave Coriolis

F- 31057 Toulouse Cedex

Frankreich.

 

alle Rechte vor.

Der Autor hat die ausdrückliche Genehmigung für die Verwendung dieser Quellen in dieser Arbeit.

Bei einer anderen Verwendung als für eine wissenschaftliche Arbeit bitte ich auch meine Urheberrechte zu wahren und eine Genehmigung einzuholen. Danke

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