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Briefmarken Heidelberg - Mercur--- Teil 2 - Heidelberg - Neuenheim--- Teil 3a - Heidelberg - Arnold bis 1888--- Teil 3b - Heidelberg - Arnold ab 1889--- Teil 3c - Heidelberg - Arnold - Ganzsachen - Karten--- Teil 3d - Heidelberg - Arnold - Ganzsachen - Umschläge--- Teil 4 - Varia - Fiskalmarken (Gebührenmarken) - Werbemarken - Sammelmarken---Teil 5 - Heidelberg im oder vom Ausland

Kopf

Briefmarken - "Heimatsammlung" Heidelberg - Von den Privatposten im Deutschen Reich bis in die Moderne

Ich möchte hier und auf folgenden Seiten nach und nach als gebürtiger Heidelberger meine sogenannte "Heimatsammlung" an Briefmarken und anderen philatelistischen Belegen wie Ganzsachen und Stempeln, Vignetten zu Werbezwecken usw. vorstellen.

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Teil 2

Heidelberg - Neuenheim

Weiter geht es mit den Heidelberger Privatpostanstalten. Alle Daten zu den Privatpostanstalten lassen sich in den Michelkatalogen zu den Privatposten (von Horst Müller) und C. Schmidts "Handbuch der Deutschen Privatpostwertzeichen" von 1939 (bzw. modernem Nachdruck) entnehmen.

Der Ort Neuenheim war zur Zeit der Postgründung durch G. Arnold noch eine eigene Gemeinde, so daß im Rahmen lokaler Postdienstleistungen G. Arnold für diesen Ort einen eigenen Postdienst errichten musste und nicht seinen Heidelberger Dienst auch hier tätig werden lassen durfte. So wurde am 20.11.1887 der "Brief- & Packet-Verkehr" gegründet. Dieser ging mit dem Datum der Eingemeindung Neuenheims in die Stadt Heidelberg zum 1.1.1891 in Arnolds Heidelberger "Privat-Brief-Verkehr" mit ein, Marken und Ganzsachen Neuenheims wurden in diesem Postdienst sowohl ohne Änderungen aufgebraucht, als auch durch Überdrucke oder Federzugstreichungen für den Heidelberger Dienst "umgepolt", hierbei kam es zu den von Arnold üblicherweise produzierten zahlreichen Variationen. Entsprechende Ausgaben werden dann bei der Privatpost Arnolds behandelt.

Für Neuenheim wurden lediglich 5 Markenwerte mit Eröffnung am 20.11.1887 herausgegeben, die es in Folge in drei unterschiedlichen Trennungsvarianten gab. Zum einen in verschiedenen Zähnungsgrößen (nach Michel / Müller Nr. 1-5 A), hier vorliegend in Zähnung 8 oder 9, die meistverbreiteten, die offenbar von Hand als Linienzähnung angefertigt wurden (man betrachte die gezähnten Exemplare - derart schief und krumm kann wohl nur durch ein manuelles Anbringen der Zähnung entstanden sein); und in 11 1/2 oder 11 3/4 vorliegend, wenngleich Müller nur Zähnung 11 angibt.

Dann gab es durchstochene Marken (MiNr. 1-5 B), die hier nur ungestempelt vorliegen, und geschnittene Marken (MiNr. 1-5 C). Die gestempelten Exemplare dürften wie meist keine Bedarfsentwertungen sein.

Neuenheim Marken

Während sich die Markenanzahl der Privatpostanstalt Neuenheim nur auf diese 5 Marken beschränkt (wenngleich in 3 Trennungsvarianten und etlichen Zähnungsvarianten bei den Gezähnten), so ist die Zahl der Ganzsachen bzw. Briefumschläge wesentlich umfangreicher. An sich umfassen diese 11 unterschiedliche Umschläge, die sich aber durch Überdrucke letztlich auf 31 unterscheidbare Gansachen erweitern, und dann lassen sich noch bei vielen Umschlägen zahlreiche Varianten in Papierart - und Farbe sowie verschiedenen Verschlußklappenformen unterscheiden. Ein vermutlich sehr umfangreiches Gebiet, das ja dann auch noch seine Fortsetzung in den nachher für den Heidelberger Postdienst überdruckten Umschlägen fortsetzt. Während C. Schmidt noch alle ihm bekannt gewordenen Varianten aufführt, beschränkt sich der Michel / Müller - Katalog hier schon weitestgehend auf das Wesentliche... Ich gebe hier nur das wieder, was sich in meinem Bestand befindet, ohne eventuell auch vorhandene Varianten.

U1 - U2 - U3

U1-U3

U4 - U5a - U6a

U4-U6

U7 und U7 Abart: Wertstempel ist kopfstehend (erwähnt bei C. Schmidt)

U7

U8b - U9

U8-U9

U10 - U11

U10-U11

Ein interessanter Einschub am Rande: Da schon früh (also Beginn des 1900er Jahre) die Privatpostsammler so gut wie keine gestempelten Belege der Heidelberger Privatposten, gerade auch der Ganzsachen, finden konnten, versuchte man sich gerne selber zu helfen und fälschte... Hier ein schönes Beispiel einer (vermutlich zeitgenössischen) Stempelfälschung der U11:

N U11 G Falsch

U15 - U16 - U17

U15-U17

U21 - U22 - U23

U21-U23

U26 - U28

U26+U28

U31

U31

weiter zu

Teil 1 - Heidelberg - Mercur

Teil 3a - Heidelberg - Arnold (bis 1888)

Teil 3b - Heidelberg - Arnold (ab 1889)

Teil 3c - Heidelberg - Arnold - Ganzsachen - Karten

Teil 3d - Heidelberg - Arnold - Ganzsachen - Umschläge

Teil 4 - Varia - Fiskalmarken (Gebührenmarken) - Werbemarken - Sammelmarken

Teil 5 - Heidelberg im oder vom Ausland

demnächst mehr....

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